Berufsverband Akademischer PsychotherapeutInnen e.V.

Inhalte der Module | Abschluss

Basisqualifikation Psychotraumatologie | Curriculum Psychotraumatherapie | Inhalte der Module - Abschluss
Kosten - Anmeldung - Rücktritt | Unsere Referenten | Zugangsvoraussetzungen


Idealerweise absolvieren Sie das Curriculum in der von uns angebotenen Reihenfolge. Sollte dies aus terminlichen Gründen nicht möglich sein, können Sie in Ausnahmefällen einzelne Seminare an der Akademie für integrative Traumatherapie (AiT) in Berlin absolviert werden. Bitte sprechen Sie uns an. Das Curriculum besteht aus ingesamt 145 Unterrichtseinheiten.

Folgende Seminare sind verpflichtende Bestandteile des Curriculums: 

  • Basisqualifikationen Psychotraumatologie (17 UE): 
    In diesem Seminar werden Begrifflichkeiten rund um die Traumatherapie geklärt und eingeordnet, die Diagnostik erörtert, erste Testmöglichkeiten vorgestellt, die Epidemiologie beleuchtet und insgesamt breites Wissen um Traumata und deren Behandlung vermittelt. Insbesondere wird auch dem Mechanismus der Dissoziation und den sog. dissoziativen Störungen Aufmerksamkeit geschenkt und Möglichkeiten ihrer Beeinflussung erörtert.

Details zum Modul „Basisqualifikation“ lesen Sie hier:

  • Psychotraumatologische Diagnostik (17 UE):
    In diesem Seminar werden folgende Inhalte vermittelt:
    • Traumaspezifische Anamnese
    • Arbeit mit ressourcen-/pathologie-orientierter Diagnostik und Frageformen
    • Testdiagnostik für verschiedene Formen des Trauma, der Dissoziation, des Traumageschehens, sowie dessen symptomatische Auswirkungen
    • Genogrammarbeit
    • Stabilisierungs- und Ressourcenübungen
  • Traumaverarbeitung mittels Vertiefungsmethode (2x25 UE): 
    • Brainspotting nach David Grand
      Die Brainspotting Seminare setzen sich aus zwei Modulen à drei Tagen zusammen, Brainspotting 1 und Brainspotting 2.
    • Brainspotting™ ist ein neuer psychotherapeutischer Ansatz zur direkten und effizienten Verarbeitung von emotional belastenden Ereignissen. Es basiert auf der Erkenntnis, dass unsere Blickrichtung bestimmt, wie stark wir uns mit einem emotionalen Thema verbinden. Unverarbeitete, tief im impliziten Gedächtnis verborgene Erfahrungen können über die Augenposition aktiviert und verarbeitet werden. Der Punkt auf den der Klient bei der Verarbeitung schaut, bewirkt eine entsprechende Aktivierung in den Hirnregionen, in denen das zu verarbeitende Erlebnis gespeichert ist. Daher der Name Brainspotting (Brain = Gehirn, spot = punkt, aber auch entdecken, erspähen).
  • Einführung in zwei weitere Behandlungsansätze (Behandlung einfacher und komplexer Traumafolgestörungen inkl. dissoziativer Störungen)  (25 UE):
    In diesem Seminar stellen wir Ihnen Methoden der verschiedenen traumazentrierten verhaltenstherapeutischen Ansätze und deren Anwendung (mit kognitiven, behavioralen, achtsamkeitsfokussierten Elementen), sowie die traumaverarbeitende Methode EMDR vor.

    In Hinblick auf die Arbeit mit dissoziativen Störungen, wird Ihnen eine Theorie zur strukturellen Dissoziation (Ellert Nijenhuis et al.), vorgestellt und die Arbeit mit inneren Anteilen sowie Methoden zur Reorientierung bei Dissoziation vermittelt.
  • Akuttrauma und Krisenintervention (17 UE): 
    In diesem Seminar werden die inhaltlichen Schwerpunkte  einer psychischen Erstversorgung nach einer akuten traumatischen Erfahrung erarbeitet, sowie eine Übersicht über unsere Versorgungssysteme aufgezeigt, die sich mit Trauma befassen.
  • Praxis und Supervisionswochenende (17 UE):
    Sie werden an diesem Wochenende Gelegenheit haben, die gelehrten Methoden unter Supervision zu vertiefen und einzelne Fälle supervidieren zu lassen.
  • Abschlussgespräch (2 UE):
    Kollegiales fallbezogenes Gespräch über mindestens zwei Fälle einschließlich Psychodiagnostik, das durch den Supervisor stichpunktartig protokolliert wird.
    Vor dem Abschlussgespräch müssen
    • sechs supervidierte und dokumentierte Behandlungsfälle (Kurzfassung) mit unterschiedlichen Störungsbildern (Vollbild PTBS, komplexe Traumatisierung u. a. nach Kindheitstrauma und – wenn möglich – Akuttraumatisierung)
    • und mindestens 50 dokumentierte Behandlungsstunden (Kurzprotokolle), eingereicht werden.
    • Vier dieser Falldarstellungen sollen Testdiagnostik in Form von insgesamt mindestens drei traumaspezifischen Testverfahren enthalten.

Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate

Nach Beendigung des Basisseminars erhalten Sie auf Wunsch ein Zertifikat der GPTG (kostenpflichtig).

Nach Beendigung der einzelnen Module und der gesamten Weiterbildung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung von uns.

Nach erfolgreichem Abschluss der Zertifikatsanforderungen der GPTG erhalten Sie ein Zertifikat der GPTG